Radio ZuSa - Nachrichten aus Heide, Elbmarsch und Wendland
Josef Röttgers zum Samtgemeindebürgermeister Gellersen wiedergewählt
Gellersen 26.04.15
Josef Röttgers bleibt auch weiterhin Samtgemeindebürgermeister für Gellersen. Das ist das vorläufige Endergebnis der Wahlen am Sonntag. Auf den parteilosen Röttgers entfielen 83,3 Prozent der Stimmen. Auf die einzige Gegenkandidatin Anikó Hauch von der FDP entfielen die restlichen 16,7 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 30,7 Prozent. Vor den Wahlen hatten sich bereits die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen im Samtgemeinderat für Röttgers ausgesprochen.
 
BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg erinnert an Tschernobyl und ersten Castor-Transport
Lüchow-Dannenberg/Wilstermarsch 26.04.15
Zahlreiche Menschen erinnerten bei mehreren Veranstaltungen am Wochenende an das Reaktorunglück in Tschernobyl gestern vor 29 Jahren. Bereits am Samstag diskutierten Atomkraftgegnerinnen und -gegner bei einer Veranstaltung der BI-Umweltschutz im Wendland über die politischen Folgen des ersten Castor-Transportes nach Gorleben am 25. April 1995. Gestern demonstrierten dann zahlreiche Menschen vor dem sich noch immer im Betrieb befindenden Kernkraftwerk Brokdorf in Schleswig-Holstein. Die Atomkraftgegner fordern eine sofortige Stillegung des 1986 in Betrieb genommenene AKWs. Laut dem Atomgesetz muss die endgültige Abschaltung Ende 2021 erfolgen.
 
Lüneburg droht unbefristeter Streik an Kitas
Lüneburg 24.04.15
Die Gewerkschaft verdi ruft zur Urabstimmung über einen unbefristeten Streik der Beschäftigten in Kitas, Sozialen Diensten und Behindertenhilfen auf.
Nach Angaben von verdi haben die kommunalen Arbeitgeber bislang kein Angebot vorgelegt.
Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst in der gesamten Lüneburger Heide hätten sich an den Warnstreiks beteiligt. Speziell die Stadt Lüneburg habe sich dabei zur Streikhochburg entwickelt, sagte der Geschäftsführer des verdi-Bezirks Lüneburger Heide, Matthias Hoffmann.
Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge steht bei der Gewerkschaft besonders in der Kritik: Als Verhandlungsführer der Kommunen habe Herr Mädge den Kurs auf Konfrontation gestellt.
 
Schulterelternräte von acht Gymnasien fordern Stopp des neuen Schulgesetzes
Lüneburg 24.04.15
Die Schulelternräte von acht Gymnasien aus der Region fordern in einem offenen Brief an Ministerpräsident Stephan Weil einen Stopp des neuen Schulgesetzes.
Sie sehen den Schulfrieden an vielen Gymnasien massiv gestört.
Frau Ministerin Heiligenstadt plane, zukünftig die IGS über alle anderen Schulformen zu stellen. Nichts anderes stehe hinter dem Begriff „ersetzende Schulform“, heißt es in dem Brief. Die Schulträger müssten somit zukünftig nur noch Gesamtschulen vorhalten, so die Elternvertreter.
Sie fordern statt „ersetzend“ die Formulierung „gleichberechtigt ergänzend“ im Gesetz.
Auch sprechen sie sich für eine Beibehaltung der Schullaufbahnempfehlung und die Entscheidungshoheit über regionale Schulformen beim Kultusminsterium aus.
 
Gellersen wählt neuen Samtgemeindebürgermeister
Gellersen 24.04.15
Zwei Kandidaten stehen am kommenden Sonntag zur Wahl des neuen Samtgemeindebürgermeisters.
Der parteilose Amtsinhaber Josef Röttgers tritt erneut zur Wahl an.
Der 56jährige ist seit 2006 Samtgemeindebürgermeister und wird von CDU, SPD und Grünen unterstützt.
Herausforderin ist Anikó Hauch von der FDP. Die 40jährige ist Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Gellersen.
Nach Angaben der Samtgemeindeverwaltung wird der neue Samtgemeindebürgermeister für 6einhalb Jahre gewählt, um die Amtszeit mit der Wahlperiode der Vertretungen in Einklang zu bringen.
 
Sitzung des Dialogforums "Schiene Nord" wird vorzeitig beendet
Uelzen/Celle 24.04.15
Das Dialogforum „Schiene Nord“ in der Celler Kongess Union hat heute sämtliche inhaltlichen Beratungen auf die nächste Sitzung verschoben.
Grund ist eine Anfang dieser Woche vom Bund veröffentlichte Studie zur Y-Trasse und ihren Alternativen.
Uelzens Landrat Heiko Blume hatte zu Beginn der heutigen zweiten Sitzung des Dialogforums eine Verschiebung beantragt.
Die Forums-Teilnehmer fordern nun ein Budget für die fachliche Begleitung durch einen unabhängigen Gutachter.
Zahlreiche Lokalpolitiker und Bürgerinitiativen hatten bereits kritisiert, dass die Untersuchung des Bundes in einen ergebnisoffenen Dialog eingreifen würde und die Unterlagen erst kurz vor der Sitzung zur Verfügung standen.
Die Untersuchung der „Beratergruppe BVU Verkehr + Umwelt“ bezeichnet lediglich die klassische Y-Trasse sowie die Strecke Ashausen-Unterlüß als gesamtwirtschaftlich rentabel.
 
Vier LEADER-Regionen im Raum Lüneburg
Lüneburg 24.04.15
Die Landesregierung fördert bis 2020 vier LEADER-Regionen im Raum Lüneburg.
Nach Angaben des Amtes für regionale Landesentwicklung sind die Regionen Achtern-Elbe-Diek, Elbtalaue, Naturpark Lüneburger Heide und Heideregion Uelzen in das Förderprogramm aufgenommen worden.
Sie erhalten bis 2020 jeweils Fördermittel zwischen 2,4 und 2,8 Millionen Euro zur Entwicklung des ländlichen Raums.
Zusätzlich wird der Regionalpark Rosengarten als integrierte ländliche Entwicklungsregion, kurz: ILE, gefördert.
Die Landesbeauftragte für die Region Lüneburg, Jutta Schiecke, wird die Urkunden Anfang Mai an die Regionen überreichen.
 
Landkreis Harburg und Stadt Winsen wollen kommunales Energiemanagement vorantreiben
Winsen 23.04.15
Der Landkreis Harburg und die Stadt Winsen arbeiten gemeinsam daran, den Energieverbrauch in ihren Gebäuden nachhaltig zu senken. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten in erster Linie organisatorische und technische Maßnahmen umgesetzt werden. Dazu würden unter anderem der Aufbau eines detaillierten Energiecontrollings, die Optimierung von Heizungs-, Sanitär- und Beleuchtungstechnik sowie die Schulung des technischen Personals gehören. Nach Angaben des Landkreises könne der Energie- und Wasserverbrauch in öffentlichen Gebäuden durch diese Art von Energiemanagement um bis zu 20 Prozent reduziert werden. Dies sei nicht nur notwendig, um Kosten zu sparen, sondern auch um die Umwelt und das Klima dauerhaft zu entlasten, so Ricarda Steffen von der Stabstelle Klimaschutz des Landkreises Harburg.
 
Zahl der Asylverfahren an niedersächsischen Verwaltungsgerichten mehr als verdoppelt
Lüneburg 23.04.15
Die Zahl der Asylverfahren an den niedersächsischen Verwaltungsgerichten hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Sie machten 2014 rund 26 Prozent der insgesamt 30.000 neuen Verfahren aus. Nach Angaben von Herwig van Niewland, dem Präsidenten des Oberverwaltungsgerichts in Lüneburg, stieg die Zahl auf fast 8.000. Davon waren über 3.500 asylrechtliche Eilverfahren; mehr als dreimal so viel wie noch 2013. Van Niewland fordert nun eine Ablösung des sogenannten Dublin-Verfahrens durch eine neue Regelung. Er bezeichnete die Praxis, dass ein Flüchtling beispielsweise von Italien nach Deutschland und von dort wieder zurück geschickt würden, als unzumutbar und unwürdig.
 
Hiltrud Lotze sieht im Preisnachlass bei Bundeswehrgrundstücken Vorteil für Lüneburg
Lüneburg/Berlin 23.04.15
Hiltrud Lotze, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Landkreis Lüneburg, sieht in dem gestern im Haushaltsausschuss beschlossenen Preisnachlass bei Bundeswehrgrundstücken einen Vorteil für die Stadt Lüneburg. Die neue Veräußerungsrichtlinie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ermögliche es interessierten Kommunen wie Lüneburg, ehemals militärisch genutzte Liegenschaften in Zukunft preiswerter zu erhalten, so Lotze. Dies solle vor allem den sozialen Wohnungsbau sowie die Errichtung von Kindertagesstätten, Schulen und Flüchtlingsunterkünften fördern. Pro Kaufvertrag würden die Kommunen einen Rabatt von 250 Tausend Euro erhalten. Wird die Liegenschaft zur Unterbringung von Asylbewerbern genutzt, gäbe es einen Preisnachlass von weiteren 100 Tausend Euro, sagt Lotze.
 
Mobiler Blitzer im Kreis Uelzen bringt bisher 10.400 Euro
Uelzen 22.04.15
Die neue mobile Geschwindigkeits-Messanlage des Landkreises hat in den vergangenen sieben Monaten rund 10.400 Euro an Bußgeldern erwirtschaftet. Seit der Anschaffung und Inbetriebnahme im September vergangenen Jahres habe der Blitzer 512 Mal ausgelöst, so Matthias Schild, Leiter des Straßenverkehrsamtes.
Er geht davon aus, dass nach der abgeschlossenen Erprobungsphase das Gerät häufiger zum Einsatz kommen werde. Schwerpunkte sollen dabei Bereiche sein, die mit den stationären Anlagen und dem Radarwagen schwer zu erfassen seien, so Schild weiter.
Die Kosten für die mobile Messanlage hatten bei rund 50.000 Euro gelegen.
 
MdB Kirsten Lühmann (SPD) sieht Trassen-Analyse als Entscheidungshilfe
Uelzen / Berlin 22.04.15
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann warnt vor falschen Interpretationen der Kosten-Nutzen-Analyse für die Varianten der Y-Trasse. Unterschiedliche Kriterien führten zu unterschiedlichen Bewertungen, so Lühmann. Ginge es nur um den Güterverkehr, sei es nicht erforderlich, dass auch ein ICE schneller von Hannover nach Hamburg fahren könne. Sollte dies aber als Vorteil für die teure Y-Trasse gewertet werden, müsse das Dialogforum entscheiden, wie das Kriterium gewertet werden soll, so die Uelzener Abgeordnete. Da das Gutachten eine erste Einschätzung sei, müsse es als Entscheidungshilfe gesehen werden, und dürfe keine Vorfestlegung bedeuten.
In diesem Zusammenhang erinnert sie an die Zusagen von Bahnchef Grube und den Ministern Lies und Dobrindt, dass nur die Lösung der Bürgerbeteiligung dem Bundestag zur Entscheidung vorgelegt werden solle.
 
Drei neue Flüchtlingsunterkünfte im Kreis Uelzen
Uelzen 22.04.15
Der Landkreis steht in konkreten Verhandlungen zur Errichtung von Flüchtlingsunterkünften. Nach Angaben von Uelzens Erstem Kreisrat Uwe Liestmann sollen im Stadtgebiet am Fischerhof 120 Plätze und im ehemaligen Telekom-Gebäude in der Nothmannstraße 150 Plätze entstehen. Weitere 100 bis 120 Plätze für Asylbewerber sind im ehemaligen Hotel „Vier Linden“ in Medingen vorgesehen. Trotz umfangreicher Neu- oder Umbaumaßnahmen sollen alle drei Projekte noch in diesem Jahr zur Verfügung stehen, so Liestmann. Die Verträge stünden unmittelbar vor dem Abschluss. Der Bedarf an Unterkünften im Kreis Uelzen sei damit jedoch noch nicht gedeckt, betont Liestmann.
Die Verwaltung wird am 4. Mai die Bürger in Uelzen über die dortigen Unterkünfte informieren. Beginn ist um 19 Uhr im großen Saal des Rathauses. Ein Termin für eine geplante Bürger-Information in Medingen steht derzeit noch nicht fest.
 
Uelzen legt Fahrplan für Ganztags-Grundschulen fest
Uelzen 22.04.15
Bis zum Beginn der Sommerferien will die Stadt eine Entscheidung treffen, welche Grundschule im kommenden Jahr ein Ganztagsangebot vorhalten wird.
Nach Angaben von Stadtsprecherin Ute Krüger sollen die sechs interessierten Grundschulen bis Ende Mai das Interesse der Eltern abfragen. Für Veerßen und Molzen wird die Stadt Fragebögen verschicken. Außerdem sollen die Schulen die erforderlichen Kennzahlen bezüglich ihrer Schüler liefern und ein Raumkonzept einreichen. Anschließend ermittelt die Stadt Kosten für Mensen und Umbauten. Wenn die Daten vorliegen, wird der Verwaltungsauschuss in seiner Sitzung Ende Juni über die Anträge zur Ganztagsgrundschule beraten. Die Pädagogischen Konzepte für den Betrieb müssen bis zum 1. Dezember bei der Landesschulbehörde vorliegen, um nach den Sommerferien 2016 umgesetzt werden zu können.
 
SOLI fordert Ausschluss der Breimeiertrasse!
Lüchow-Dannenberg 21.04.15
Die Sozial-Oekologische-Liste Wendland SOLI möchte das sofortige Verschwinden der sogenannten „Breimeiertrasse“ aus der Diskussion um die Y-Trasse.
Nach Angaben der SOLI wurde die Kosten-Nutzen-Analyse dieser Variante schön gerechnet.
So hat Breimeier lediglich mit 70 Zügen am Tag gerechnet, die Beratergruppe Verkehr und Umwelt, auf die sich die SOLI beruft, hingegen mit 86 bis 139 Zügen.
Breimeiers Vortrag im Verkehrsausschuss des Landkreises Lüchow-Dannenberg habe schon ein in sich völlig unstimmiges Bild gezeigt, erklärte SOLI-Sprecher Kurt Herzog.
Mal würden die Belegungszahlen populistisch heruntergerechnet, mal sollte sogar der Tiefseehafen in Wilhelmshaven mit angeschlossen werden.
Naturschutzprobleme würden gar nicht betrachtet, wirtschaftlich-pekuniäre Aspekte wollte Breimeier nicht abschätzen, so Herzog.
 
Dehde wirft Otte Inkompetenz vor.
Uelzen/Berlin 21.04.15
Der SPD-Unterbezirks-Vorsitzender Klaus-Peter Dehde wirft dem verteidigungs- politischen Sprecher der CDU und Bundestagsabgeordneten für Uelzen, Henning Otte Inkompetenz vor.
Nach Angaben seiner Partei bezieht sich Dehde bei seinen Vorwürfen auf das Schweigen Ottes zu der Diskussion um die Standartgewehr der Bundeswehr, dem G36.
Herr Otte scheine wenig Ahnung von der Materie zu haben und versuche nun auch wegen der eher desolaten Verteidigungspolitik der Unionsfraktion auf andere Themen wie die Verkehrspolitik auszuweichen, erklärte Dehde.
Er kritisierte weiter, was die Unionsfraktion da mache, einen renommierten Hersteller medial so in den Dreck zu ziehen, könne man nur als unverschämt bezeichnen.
Müssten wir jetzt damit rechnen, dass auch im Wahlkreis ansässige Unternehmen so angegangen werden, fragte Dehde abschließend.
 
Heute hat am Landgericht Lüneburg die Verhandlung gegen einen ehemaligen SS-Mann begonnen.
Lüneburg 21.04.15
In der Ritterakademie hat am morgen der Prozess gegen den ehemaligen SS-Mann Oskar Gröning begonnen. Der 93jährige ist wegen Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen im KZ Auschwitz angeklagt.
Am ersten Verhandlungstag räumte Gröning seine Schuld ein. Für ihn stehe außer Frage, dass er sich moralisch mitschuldig gemacht habe, sagte der 93jährige, der zwei Jahre lang als Mitglied der Waffen-SS in der sogenannten Häftlingsgeldverwaltung des Konzentrationslagers seinen Dienst tat.
Mehr als 60 Nebenkläger, darunter Auschwitz-Überlebende, hatten sich der Klage angeschlossen. Das Anwaltsteam der Nebenkläger sieht den Lüneburger Prozess auch als Aufarbeitung von Versäumnissen der deutschen Justiz. Nach Angaben von Rechtsanwalt Cornelius Nestler sind solche Verfahren in den vergangenen Jahrzehnten eingestellt worden.
 
Verkehrszählung im Landkreis Lüneburg.
Lüneburg 21.04.15
Ab heute werden im Landkreis Lüneburg wieder Verkehrsteilnehmer auf Kreisstraßen gezählt.
Nach Angaben der Kreisverwaltung sind an der Aktion rund 30 Straßenwächter und ein Zählleitpfosten beteiligt, die in Etappen die Anzahl der Autos und Schwerlaster erheben.
Damit beteiligt sich der Landkreis an einer bundesweiten Zählung, die Mitte dieses Monats gestartet wurde und bis September gehen soll.
Mitte 2016 sollen dann die genauen Zahlen veröffentlicht werden, die von der Bundesanstalt für Straßenwesen ausgewertet werden.
Alle fünf Jahre wird eine solche Verkehrszählung vorgenommen um festzustellen an welchen Stellen Ausbaumaßnahmen sinnvoll sind.
 
Internationales Auschwitz Komitee bezeichnet Prozess gegen Oskar G. als wegweisend
Lüneburg 20.04.15
Einen Tag vor dem Prozess gegen den ehemaligen SS-Unterscharführer Oskar G. hat das Internationale Auschwitz Komitee das Verfahren als wegweisend bezeichnet. In einer Pressekonferenz, an der auch Auschwitz-Überlebende teilnahmen, verwies der Exekutiv-Vizepräsident Christoph Heubner auf die gerade begangenen Gedenktage der Befreiung der Konzentrationslager Auschwitz, Ravensbrück und Sachsenhausen. Er bezeichnete das Verfahren ebenfalls als Gedenktag. Der Prozess gegen den ehemaligen SS-Unterscharführer Oskar G. wegen Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen beginnt heute um 9 Uhr 30 in der Lüneburger Ritterakademie. 14 der über 50 Nebenkläger werden in dem Verfahren als Zeugen aussagen.
 
Fußballfans zerstören metronom-Zug nahezu vollständig
Uelzen 20.04.15
Am vergangenen Wochenende haben Fußballfans auf der Strecke zwischen Hannover und Bremen einen metronom-Zug beinahe vollständig zerstört. Nach Angaben von Wilmut König, dem Leiter des Fahrgastservice bei metronom, haben circa 300 sogenannte „Ultras“ in mehreren Wagen nahezu alle Deckenplatten herausgerissen und zerstört. Außerdem seien einige Fensterscheiben, Sonnenblenden und Tische beschädigt worden. Darüber hinaus müssten alle Sitze in den betroffenen Abteilen aufgearbeitet werden. Kurz vor der Einfahrt in Bremen hätten die Fußballfans noch Feuerlöscher entleert sowie Pyrotechnik im und am Zug gezündet, sagt König. Der zerstörte Zug wird für mindestens eine Woche in der Werkstatt bleiben und somit ausfallen. Die Kosten der Reparaturen könnten den Betrag von 100 Tausend Euro übersteigen. Jan Görnemann, der Geschäftsführer der Eisenbahngesellschaft, zieht nun Konsequenzen. In Zukunft möchte er keine randalierenden Fahrgäste mehr befördern. Dann müssten die Züge eben stehen bleiben, so Görnemann.
 
Lüneburger SPD-Bundestagsabgeordnete Hiltrud Lotze sieht Vorteile für Unternehmen in Einwanderungsgesetz
Lüneburg 20.04.15
Die Lüneburger SPD-Bundestagsabgeordnete Hiltrud Lotze sieht in einem Einwanderungsgesetz Vorteile für Unternehmen. Damit die Integration von Flüchtlingen gelingen kann, seien Anstrengungen aller relevanten Akteure erforderlich, so Lotze. Laut Detlef Bade, dem Kammerpräsidenten der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, sei die Integration in Form einer Ausbildung oder Beschäftigung aber nur möglich, wenn es mehr Sicherheit über den Aufenthaltsstatus der Asylbewerber gäbe. Zudem seien Deutschkenntnisse der wichtigste Zugang zum Arbeitsmarkt. Ein Einwanderungsgesetz würde entsprechende Voraussetzungen schaffen, damit Flüchtlinge auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß fassen können, sagt Bade. Hiltrud Lotze argumentiert, dass es gleichzeitig einfacher für Betriebe würde, ausländische Fachkräfte für sich zu gewinnen.
 
DGB Nord-Ost-Niedersachsen spricht sich gegen Aufweichung des Mindestlohngesetzes aus
Lüneburg 20.04.15
Rund 90 Vertreter der Kreis- und Stadtverbände des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord-Ost-Niedersachsen haben sich am Wochenende auf einer Frühjahrssitzung gegen eine Aufweichung des Mindestlohngesetzes ausgesprochen. Anlass hierfür ist das bevorstehende Treffen der Koalitionsspitzen in Berlin am kommenden Donnerstag, dem 23. April. Dort soll die vorläufige Wirksamkeit des Mindestlohns analysiert werden. In diesem Rahmen fordert der DGB unter anderem, dass die Aufzeichnungspflicht für Arbeitszeiten nicht gelockert wird. Außerdem bräuchte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit mehr Personal, um effektiv kontrollieren zu können, ob der Mindestlohn eingehalten wird, so der Regionsgeschäftsführer Matthias Richter-Steinke. Zudem sei ein Verbandsklagerecht sinnvoll, sodass statt einzelner Arbeitnehmer auch Gewerkschaften klagen können, falls der Mindestlohn in einem Unternehmen nicht gezahlt wird. Mit seinen Forderungen verfolgt der DGB das Ziel, eine Verwässerung der Dokumentationspflicht der Arbeitszeiten zu unterbinden und die Wirksamkeit des Mindestlohngesetzes zu stärken.
 
SPD und Grüne in der SG Gellersen sprechen sich erneut für Josef Röttgers aus
Gellersen 19.04.15
SPD und Grüne im Rat der Samtgemeinde Gellersen haben sich erneut für den amtierenden Samtgemeindebürgermeister Josef Röttgers ausgesprochen. Hintergrund ist die Wahl zum Amt des Bürgermeisters der Samtgemeinde Gellersen am kommenden Sonntag. SPD und Grüne unterstützen den Wahlkampf von Röttgers und betonen die gute Zusammenarbeit mit dem parteilosen Politiker. Bereits im Januar hatte die Mehrheitsgruppe im Samtgemeinderat angekündigt, auf einen eigenen Kandidaten verzichten zu wollen. Röttgers wird bei der Wahl auch von der CDU unterstützt. Als einzige Gegenkandidatin bei der Wahl am kommenden Sonntag tritt Anikó Hauch von der FDP an.
 
Schwerverletzter nach Wohnhausbrand in Woltersdorf
Bienenbüttel/Lüchow 19.04.15
Zwei Wohnhausbrände sorgten am Wochenende in der Region für Feuerwehreinsätze. Zunächst entstanden in der Nacht zu Samstag in Bienenbüttel mehrere tausend Euro Schaden bei einem Kellerbrand. Zur Zeit des Brandes wurden die Bewohner im Erdgeschoss durch den beißenden Brandgeruch geweckt. Die Anwohner konnten sich selbst ins Freie retten und die Einsatzkräfte alarmieren. Als Brandursache könnte ein überhitztes Akkuladegerät in Frage kommen, so die Feuerwehr. Am Samstagmittag gegen 13 Uhr brannte es in der Küche eines 70jährigen Mannes in Woltersdorf. Er wurde durch die starke Rauchgasentwicklung schwer verletzt uns musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Hamburger Spezialklinik geflogen werden. Eine weitere 27jährige Anwohnerin des Mehrparteienhauses erlitt einen Schock. Den Sachschaden schätzen die Ermittler auf rund 120.000 Euro. Als Brandursache geht die Polizei von einem fahrlässigen Verhalten des schwer verletzen 70-Jährigen aus.
 
Prozess gegen KZ-Buchhalter beginnt am Dienstag in Lüneburg
Lüneburg 18.04.15
In der Ritterakademie beginnt am kommenden Dienstag der Prozess gegen den ehemaligen SS-Unterscharführer Oskar Gröning.
Der 93jährige ist wegen Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen im Zeitraum vom 16. Mai bis 11, Juli 1944 im Konzentrationslager Auschwitz angeklagt.
Die Staatsanwaltschaft Hannover wirft ihm vor, im Zuge der „Ungarn-Aktion“ in der sogenannten Häftlingsgeldverwaltung Banknoten sortiert, gezählt und verbucht zu haben, die bei den in das Lager verschleppten Menschen gefunden worden waren. Das Geld soll er anschließend an das Wirtschafts- und Hauptverwaltungsamt der SS weitergeleitet haben. Zudem soll er das Gepäck angekommener jüdischer Opfer auf der Bahnrampe bewacht haben.
Dem Verfahren haben sich insgesamt 62 Nebenkläger angeschlossen.
Bereits am kommenden Montag informiert das Internationale Auschwitz-Komitee in einer Pressekonferenz, an der auch Auschwitz-Überlebende und Angehörige teilnehmen, über das beginnende Verfahren.
 
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Auf Sendung bei der Lüneburger Umweltmesse: Wolfgang Laudan und Horst Mozdzen-Freudenberger
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ZuSa-Chef Wolfgang Laudan kocht mit Fernsehkoch Thies Möller ...
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Der Musiker Dirk Darmstädter umringt von den Machern der Sendung 'Hörbar' (li. Carsten Wieboldt, re. Hans-Jürgen Wallat)